|  Interviewing Mikael Forssell - a professional footballer from Finland

English summary
Am 27.01.2010 sind wir - die Klasse 9e - anlässlich des TIE-Projekttages nach Hannover zur AWD Arena gefahren, um im Pressekonferenzraum den 96-Spieler Mikael Forssell zu interviewen.
Nachdem wir angekommen sind, wurden wir sofort höflich empfangen und es wartete schon eine Führung durch den gesamten VIP - Bereich auf uns. So hatten wir die Möglichkeit, auch einmal hinter die Kulissen zu schauen. Ein Verantwortlicher von Hannover 96 hat uns zunächst neben den VIP -Bereichen und Lounges auch die Mixed Zone und viele Orte, die man als normaler Zuschauer wohl niemals zu Gesicht bekommt, gezeigt. Nach circa 15 Minuten war dann endlich der Höhepunkt und der eigentliche Grund unseres Besuch gekommen: Der finnische Nationalspieler Mikael Forssell, der 1981 in Deutschland geboren wurde und für einen langen Zeitraum in England Fußball gespielt hat und nun seit 2008 für Hannover 96 auf dem Feld steht. Er begrüßte uns herzlich und wir konnten mit unseren Fragen zu seinen Erfahrungen als Fußballer in Europa beginnen.
Zunächst berichtete Forssell von seinem problemlosen Einstieg bei Hannover 96, weil Fußball einfach eine universale Sprache sei und die Spieler auch sehr freundlich gewesen seien. Außerdem sei in der Kabine eine besondere Atmosphäre, die half, dass man schneller zueinander gefunden hat. Der Finne bekräftigte auch noch einmal, dass er sich in Deutschland sehr wohl fühle und die Menschen hier sehr nett fände. Ebenfalls möge er ihre Pünktlichkeit und das deutsche Essen. Er selbst habe zehn Jahre in England gelebt und im Vergleich zu Deutschland wäre es ganz anders. Unterschiede der einzelnen Länder, in denen er schon gelebt habe, seien vor allem in der Landschaft zu sehen. So gäbe es in Finnland viel mehr Wald und Natur. Eine genaue Rangfolge wollte der Spieler allerdings nicht festlegen, da ihm sowohl Finnland, England als auch Deutschland gut gefallen hätten bzw. gefielen. „Alle drei Länder haben ihre Vorzüge“, meinte er, so begeistern ihn z.B. die finnischen Spezialitäten wie Rentier, Schwarz- und Graubrot, aber auch die verrückten Kombinationen von Mittagessen und Frühstück in England. Allerdings könne er auch von einigen Beispielen englischen Essens berichten, die ihm sehr negativ in Erinnerung geblieben sind.
Um das ganze nochmal aus der fußballerischen Sicht zu sehen, stellten wir auch hier die Frage, ob sich die Vereine und die damit verbundenen Trainingsabläufe untereinander ähneln würden. Dies verneinte er, da das Training in England im Gegensatz zu Deutschland eher anspruchslos sei. Es komme nur darauf an, dass man am Wochenende bei den Spielen richtig „fightet“ und eine gute Leistung erzielt. In Deutschland sei das Training viel härter und damit auch wichtiger. Aber Herr Forssell sagte abschließend, dass ihm alle Vereine in seiner bisherigen Karriere gut gefallen hätten und er überall positive Erfahrungen sammeln konnte.
Auf die Frage, ob es innerhalb der Mannschaft sprachliche Probleme gäbe, sagte Mikael Forssell, dass er in Finnland auf eine schwedische Schule gegangen sei und somit beide Sprachen spreche. Später sollte er dann nach Deutschland gehen und wurde auf eine deutsche Schule geschickt. Es kam allerdings zunächst nicht zu einer Anstellung in Deutschland und er ging nach England zum FC Chelsea. Dort lernte er dann Englisch. Mikael Forssell sagte über sich selber, dass er nach zehn Jahren in England einen britischen Akzent habe. Als er dann zu Mönchengladbach wechselte, besserte er sein Deutsch noch weiter auf. Somit entstanden keine sprachlichen Probleme. Nun wolle er noch Spanisch und Italienisch lernen.
Auf das Thema Heimat angesprochen antwortete er, dass er Finnland sehr vermisse, da er dort aufgewachsen sei. Besonders seine Freunde und seine Familie würden ihm fehlen. Allerdings bekräftigte er uns mit einem lauten Jubel, dass er bei der Weltmeisterschaft in Südafrika Deutschland und nicht England die Daumen drücken werde. Die deutsche Nationalmannschaft, die 1990 den Weltmeistertitel holte, machte ihn schon damals zu einem Fan des deutschen Fußballs.
Die Frage, ob er als Ausländer schon einmal diskriminiert worden sei, verneinte Mikael Forssell. Er sei vor allem als Fußballer immer gut aufgenommen worden, hoffe aber, dass auch seine Persönlichkeit okay sei. In den verschiedenen Ländern habe er mit den Menschen nur gute Erfahrungen gemacht. Er glaubt, dies liege auch an seiner Nationalität: "Wir Skandinavier sind sehr ruhig, auch deshalb gab es keinen Stress", sagte er zum Schluss.
Mikael Forssells Traumberuf sei es schon immer gewesen, Profifußballer zu werden. Er wusste schon mit 4 oder 5 Jahren, dass er Fußballer werden wollte. Der Traum verwirklichte sich, denn mit 16 bzw. 17 Jahren wurde Mikael Profi-Fußballspieler. Doch seine Mutter bestand darauf, dass er die Schule nicht vernachlässigte und auf jeden Fall sein Abitur machen müsste. Dies hat Mikael geschafft und sogar noch ein Studium begonnen. Doch beim Thema seiner Berufswahl war er schon seit seiner frühen Kindheit fest entschlossen, dass der Beruf etwas mit Sport zu tun haben sollte. Somit wäre Eishockey, Tennis oder Basketball auch eine Möglichkeit gewesen, doch Mikael Forssells Talent und Freude lag und liegt im Fußball. Deshalb spielt er heute auch zur Freude vieler Fans bei Hannover 96.
Nun wollten wir noch etwas über sein Privatleben erfahren. So bezog sich eine Frage darauf, ob Mikael eine Lebensgefährtin hätte. Diese Frage verneinte der sympathische Finne mit einem Lächeln, versicherte uns jedoch, dass er noch auf der Suche sei. Nachdem wir so viel über die Vergangenheit geredet hatten, wollten wir zum Schluss noch gerne wissen, wo Mikael seine Zukunft sähe. Darauf antwortete er, dass er noch nicht genau wisse, wo sich diese befinde, da man sehr schnell an andere Vereine verkauft werden könne. Aber er sei für alles offen, Hauptsache er spiele Fußball. Doch es wäre toll, wenn er in Europa bleiben könnte.
Nachdem wir nun alles erfahren hatte, was wir wissen wollten, haben wir uns am Ende alle noch einmal zum Gruppenfoto aufgestellt, um so den schönen Tag festzuhalten. Für uns alle bleibt ein wirklich sehr interessanter, informativer und netter Aufenthalt in Erinnerung.
Klasse 9e (2009-2010) 
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